1. 105 000 Auszubildende waren 2021 in einer Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann

Wie viele Menschen waren 2021 in einer Pflegeausbildung? Genaue Zahlen dazu hat jetzt das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht. Insgesamt waren 105.000 Auszubildende 2021 in einer Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben 2021 rund 61.400 Auszubildende eine Ausbildung zu diesem Beruf begonnen. Das waren 7 Prozent mehr als noch 2020. Damals hatten sich rund 57.200 Auszubildende für diesen Beruf entschieden, von denen bis zum Jahresende 2020 noch 53.600 in der Ausbildung waren – 5.000 Azubis sind also 2020 abgesprungen und haben ihre Ausbildung nicht beendet. Darüber hinaus sind fast Dreiviertel der Auszubildenden, die 2021 eine Ausbildung angetreten haben, weiblich.

Quelle: www.destatis.de

2. DBfK-Symposium zur Zukunft der Pflege in Deutschland: „Jetzt ist der Zeitpunkt, den Pflegeberuf neu zu starten“

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe hat am 29. März eine Diskussionsrunde zur Zukunft in der Pflege veranstaltet. DBfK-Bundesgeschäftsführerin Bernadette Klapper verdeutlichte den Ernst der Lage und betonte: „Die berufliche Pflege in Deutschland steht am Abgrund. Aber um eins ganz klar zu sagen – wenn sie abstürzt, ist es nicht die Pflege, die verlieren wird. Denn die Pflegenden werden einfach den Beruf verlassen und ihr Geld woanders verdienen. Verlieren wird unsere Gesellschaft als Ganze.“ Klapper benannte drei Prozesse, die für die dramatische Situation verantwortlich seien. Zum einen die Deprofessionalisierung des Pflegeberufs, zum anderen die Ausdünnung des Pflegepersonals und als drittes die andauernde Fremdbestimmung der professionellen Pflege. Sie appelliert: „Haben Sie den Mut für einen Neustart! Haben Sie den Mut, in Pflege so zu investieren, dass wir uns im Jahr 2030 gerade in die Augen schauen können und uns freuen können, dass es allen, die Pflege brauchen, gut geht.“ Die Pflegeratspräsidentin des Deutschen Pflegerats Christine Vogler fügte hinzu: „Wir brauchen ein schlüssiges und tragfähiges Bildungskonzept für die Pflege – von der Pflegeassistenzausbildung bis zum Master-Abschluss“. Die Diskussionsrunde ist bei YouTube verfügbar.

Quelle: Youtube Video

Quelle: www.dbfk.de

3. Partizipatives Praxisprojekt für Sicherheitskultur in der ambulanten Pflege

Das ZQP – also das Zentrum für Qualität in der Pflege – möchte ein Konzept entwickeln, wie die Sicherheit von PatientInnen in der ambulanten Pflege gestärkt werden kann. Dazu arbeitet das ZQP mit Pflegediensten zusammen, die in den Bereichen Medikation, Wundversorgung, Ernährung und Hygiene zusammen Ideen entwickeln. Damit setzt die Stiftung auf einen partizipativen Ansatz. Das bedeutet, sie bezieht ihre Zielgruppe mit in die Projektplanung mit ein. Ziel des Projekts, namens „Prävention in Organisationen der ambulanten Pflege“, ist es, den Wissensstand zum Thema Sicherheitskultur im ambulanten Pflege-Setting zu fördern, in der Praxis für Pflegesicherheit zu sensibilisieren und Impulse für ein positives Arbeitsklima zu setzen.

Quelle: www.zqp.de

4. Studie: Pflegesituation in NRW

Der Pflexit ist laut Land NRW nicht zu spüren. Das Land NRW hat dafür eine Studie beim Institut für angewandte Pflegeforschung in Auftrag gegeben, die zeigt: Die Zahl der versicherungspflichtig beschäftigten Pflegekräfte und die Verweildauer in ihrem Beruf steigt seit 2013 an. Demnach liegt die mittlere Berufsverweildauer von Gesundheits- und Krankenpflegenden in Nordrhein-Westfalen bei mehr als 18 Jahren und bei den Altenpflegenden bei mehr als 13 Jahren. Mit insgesamt 84.520 qualifizierten Altenpflegenden und 189.876 Gesundheits- und Kinder- und Krankenpflegenden ist im Juni 2021 zudem ein Höchststand an Beschäftigten in der Pflege verzeichnet worden. NRW-Gesundheitsminister Laumann sagt dazu: „Erstmalig konnten in diesem Umfang wissenschaftliche Daten zum Berufseinstieg und Berufsverbleib der Pflegenden für Nordrhein-Westfalen gewonnen werden, die deutlich zeigen: Eine kurze Beschäftigungsdauer der Pflegekräfte in ihrem Beruf lässt sich für Nordrhein-Westfalen nicht bestätigen.“ Die Daten fallen aber nicht nur positiv aus: So zeigen die Studienergebnisse auch, dass nur rund 50 Prozent der befragten Pflegenden mit ihrem Beruf tendenziell zufrieden oder sehr zufrieden sind. Gleichzeitig äußert rund die Hälfte der befragten Pflegenden, dass sich im Laufe ihrer Berufsjahre die Wertschätzung ihrer Arbeit durch den Arbeitgeber verschlechtert habe. Knapp zwei Drittel nehmen auch eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen wahr. Das Land NRW betont, dass bei dieser Erhebung jedoch zu berücksichtigen sei, dass sie während der Corona-Pandemie durchgeführt wurde.

Quelle: www.land.nrw

5. Save the date – Kongress KOMPASS.RLP am 24. Mai

Am 24. Mai findet ganztags der Pflege-Kongress des Landes Rheinland-Pfalz statt. Dieser trägt den Namen: „KOMPASS.RLP – Pflegeausbildung jetzt – Lernortkooperationen und Ausbildungsverbünde gestalten“. Dieser richtet sich an Träger der praktischen Pflegeausbildung, zentrale Praxisanleitende sowie Lehrkräfte aus Pflegeschulen.

www.dip.de

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