1. Positionspapier Akademisierung - Netzwerk Gemeinsam Pflege

Das neu gegründete „Netzwerk Gemeinsam Pflege“ hat ein Positionspapier zur Akademisierung veröffentlicht. Die VerfasserInnen betonen, dass die Akademisierung des Pflegeberufs in Deutschland im internationalen und europäischen Vergleich weit zurück hänge. Zahlreiche Studien würden die vielen Vorteile von akademisch ausgebildetem Pflegepersonal in der Praxis belegen. Deshalb fordern sie eine gute finanzielle Vergütung von qualifizierten Studierenden, verpflichtende Praxisanleitung von Studierenden sowie den Ausbau und die Förderung von spezifischen Stellen für akademisiert Pflegende. Außerdem betonen sie, dass trotz höherer Qualifizierung die KollegInnen mit abgeschlossenem Studium in der Regel das gleiche Entgelt erhalten, wie ihre KollegInnen mit dreijähriger Ausbildung. Sie rufen Akteure und Politik auf hier angemessene Tarifverträge zu schaffen. Das Netzwerk Gemeinsam Pflege ist ein Zusammenschluss von jungen Menschen aus Gewerkschaften, wie der ver.di Jugend Bayern und der AG Junge Pflege Südost des DBfK.

Quelle: www.gemeinsam-pflege.blogspot.com

Quelle: www.dbfk.de

2. Kampagne für Pflegeausbildung in Brandenburg gestartet

Um mehr junge Menschen für die Pflegeausbildung zu gewinnen, ist das Land Brandenburg nun mit einer neuen Kampagne gestartet. Die crossmediale Kampagne namens „Pflege-Storys“ bewirbt gezielt die neue generalistische Pflegeausbildung im Land Brandenburg. Hierzu wurden eine Website, ein Imagefilm, 20 Filme zur Vorstellung von verschiedenen Pflegeschulen in Brandenburg, Werbung in den Regionalzügen der Deutschen Bahn und Werbung auf den sozialen Netzwerken geschaltet. Brandenburgs Sozialministerin Ursula Nonnemacher sagt dazu: „Mit der Kampagne wollen wir zeigen, dass die Pflege sichere und interessante Berufsperspektiven bietet. Die Pflegeausbildung ist vielseitig, anspruchsvoll und eine echte Jobgarantie.“ Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Interviews von Pflege-Azubis. Dabei erzählen Auszubildende ihre Pflegestorys aus ihrem Ausbildungsalltag. Eine Person sagt zum Beispiel: „Pflege bedeutet für mich Vielseitigkeit, und jeder Tag ist anders. Ich kann mit Patienten arbeiten, ich kann mit Technik arbeiten, ich kann in die Forschung gehen. Und diese Wertschätzung, die man von den Menschen zurückbekommt, das ist auch ein wunderbares Gefühl.“ Wir drücken die Daumen, dass die Kampagne Erfolg hat.

Quelle: www.pflegestorys.pflegeschulbund.de

Quelle: www.msgiv.brandenburg.de

3. Bewerbung: Verleihung auf dem Deutschen Pflegetag als Deutscher Pflegepreis in der Kategorie „Vielfalt & Respekt“

Beim Stichwort „Vielseitigkeit“ wollen wir den Deutschen Pflegepreis der Kategorie „Vielfalt und Respekt“ vorstellen. Die 2020 gegründete gemeinnützige Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern verleiht dieses Jahr wieder ihren Award für Vielfalt und Respekt in der Pflege. Der Preis prämiert Projekte rund um diversitäts- und kultursensible Pflege, sowie den bewussten Umgang mit Vielfalt in der Profession Pflege. Die Siegesfeier findet dazu auf dem Deutschen Pflegetag statt. Für 2022 kann man sich noch bis zum 31. Mai bewerben. Die Gewinner erhalten 2000 Euro. Wir wünschen allen viel Erfolg.

Quelle: www.irp.cdn-website.com

4. Mehr Geld für Altenpflegepersonal

Mehr Geld erhält ab sofort Altenpflegepersonal. Zum 1. April sind die Pflegemindestlöhne leicht gestiegen. Ungelernte Pflegehilfspersonen erhalten nun mind. 12,55 Euro statt 12,00 Euro Stundenlohn. Für qualifizierte Hilfspersonen gilt ein Mindestlohn von 13,20 Euro (bisher: 12,50 Euro). Pflegefachpersonen erhalten jetzt mind. 15,40 Euro statt wie bisher 15,00 Euro.

Quelle: www.bibliomed-pflege.de

5. Ärztevereinigung will Pflegebonus auch für Beschäftigte in Praxen

Der von der Bundesregierung vorgesehene Pflegebonus sollte nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen auch für medizinisches Fachpersonal in den Praxen gezahlt werden. Vorsitzende Annette Rommel sagte dazu: „Es stößt bei mir auf völliges Unverständnis, dass nichtärztliches Personal in den Praxen trotz des lautstarken Appells von allen Seiten in der Sonderzahlung nicht bedacht werden soll.“ Das Bundeskabinett hat vergangene Woche beschlossen, dass Pflegekräfte in Kliniken und Pflegeheimen einen gestaffelten Pflegebonus von bis zu 2500 Euro für ihren Einsatz in der Corona-Pandemie erhalten sollen. Der Bund will dafür eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen - je zur Hälfte für Alten- und Krankenpflegekräfte. Medizinische Fachangestellte, also kurz MFA, sind davon ausgeschlossen. Für Annette Rommel sei das nicht nur eine politische, sondern auch eine menschliche Enttäuschung. Sie sagt: „Hier wird einer medizinischen Fachgruppe, die extrem aufopferungsvoll Seite an Seite mit den Ärztinnen und Ärzten in der Pandemie gekämpft hat, regelrecht die Wertschätzung abgesprochen.“

www.krankenkassen.de

6. Moll kündigt zeitnahe bundesweite Befragung zur Pflegekammer an

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll, hat eine zeitnahe bundesweite Befragung zur Pflegekammer angekündigt. Diese Befragung steht so im Koalitionsvertrag und soll nun zeitnah umgesetzt werden. Claudia Moll sagt: „Eine Pflegekammer wird nie erfolgreich sein, wenn nicht alle hinter ihr stehen. Daher finde ich im Vorfeld eine Urabstimmung aller Pflegefachpersonen richtig. Man muss sie entscheidungsoffen gut informieren und dann fragen, ob sie eine Pflegekammer, inklusive Beiträge wollen." Sie sehe viele Vorteile in der Pflegekammer, zum Beispiel Pflegekräfte mit an den Tisch von wichtigen Entscheidungen zu bringen.

www.bibliomed-pflege.de

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