1. Frankfurter Erklärung des Bundesverbands Pflegemanagement e.V. zur Forderung nach Einbindung der Pflege und des Pflegemanagements in die politische Entscheidungsfindung zum Thema Pflege

Der Bundesverband Pflegemanagement hat gleich zwei Themenfelder, die er an der Politik kritisiert. Zum einen geht es um die Stimmberechtigung der Pflege im Gemeinsamen Bundesausschuss. Wir haben vergangene Woche schon davon berichtet, dass der Deutsche Pflegerat sich ebenfalls darüber ärgert, dass die Pflege mit keiner Stimme im G-BA vertreten ist. Auf die Spitze hat es nun Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des G-BA, getrieben. Er sagte auf dem 16. Gesundheitskongress des Westens, dass der G-BA keine „Schülermitverwaltung sei und die Pflege mitberaten darf, aber auf keinen Fall ein Stimmrecht eingeräumt bekommen solle“. Der Bundesverband Pflegemanagement schreibt dazu: „Diese Aussage werten die Vertreter des Pflegemanagements in Deutschland als unerhörte Respektlosigkeit der Pflege gegenüber. Zumal die Aussage der sowohl gesellschaftlichen als auch politischen Bekenntnis zur Systemrelevanz der professionellen Pflege klar widerspricht.“ Sie fordern: „Wir erwarten die sich daraus ableitende selbstverständliche Erteilung eines Stimmrechts für die Pflege im G-BA.“

Quelle: www.bv-pflegemanagement.de

2. Krankenhauskommission ohne Pflegemanagement. Weitere Irrfahrt in die Sackgasse. Lauterbach beruft Regierungskommission

Ein weiteres Thema, über das sich der Bundesverband Pflegemangement ärgert, ist die neue Krankenhauskommission, die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach einberufen wurde. Denn dort ist zwar eine Pflegewissenschaftlerin, Frau Prof. Martina Hasseler vertreten, jedoch keine Person aus dem Pflegemangement. Für den Berufsverband sei das jedoch elementar. Der Verband schreibt: „Bei der jetzt angedachten und zweifelsohne zentralen Weichenstellung für die Krankenhausversorgung der Zukunft war im Expertengremium zum wiederholten Mal kein Platz für einen Vertreter des Pflegemanagements. Aus Sicht des Bundesverbands Pflegemanagement ein klares Zeichen, dass dort, wo Empfehlungen erarbeitet werden, die zu weitreichenden politischen Entscheidungen führen werden, die Meinung des Pflegemanagements nicht gefragt ist.“

Quelle: www.www.bv-pflegemanagement.de
Quelle: www.www.bibliomedmanager.de

3. Kundgebungen in Berlin geplant

Um für Arbeitsbedingungen in der Pflege zu kämpfen, gehen heute, am 12.05.2022, dem internationalen Tag der beruflich Pflegenden, viele Menschen auf die Straße. In Berlin starten Demonstrationen und Kundgebungen nachmittags, initiiert vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe und der Pflegegewerkschaft BochumerBund. Ab 15 Uhr startet die Demonstration vor dem Bundesministerium für Gesundheit. Ab 16 Uhr sollen eine Auftaktrede von DBfK-Präsidentin Christel Bienstein folgen, sowie weitere Redebeiträge des Vorsitzendes des Bochumer Bunds, Heide Schneider und Benjamin Jäger, sowie der Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler. Um 17 Uhr übernimmt dann die Berliner Gruppe des Walk of Care den Protestmarsch.

Quelle: www.bibliomed-pflege.de

4. NRW braucht Pflege: 5 Punkte für die Pflege von morgen! 

Eine weitere politische Nachricht kommt aus dem Land NRW. SPD-Spitzenkandidat im NRW-Landtagswahlkampf, Thomas Kutschaty, hat seinen 5-Punkte-Plan zur Verbesserung der Pflege vorgelegt. Dieser Plan beinhaltet eine Personaloffensive durch einen Pflegefonds in Höhe von 10 Millionen Euro, die Aufwertung des Pflegberufs durch eine Initiative für die Ausbildungsqualität verbunden mit mehr Akademisierung in der Pflege, Tarifverträgen, ein Programm namens „Investitionsprogramm 2030“ mit einem Volumen von 3 Milliarden Euro, sowie die Stärkung von Pflegenden Familien. Landtagswahlen sind in NRW am 15. Mai.

Quelle: wwwnrwspd.de

5. Arbeits- und Digitalisierungsministerium startet Befragung zur Digitalisierung in der Pflege in Rheinland-Pfalz

Und zum Schluss noch ein Hinweis auf eine Studie: Das Land Rheinland-Pfalz hat eine neue Befragung zur Digitalisierung in der Pflege gestartet. Unter dem Namen „digi2care“ wird die Studie im Auftrag des Ministeriums von der DIP GmbH (Dienstleistung, Innovation, Pflegeforschung GmbH) aus Köln wissenschaftlich durchgeführt. In der Befragung geht es um Chancen der Digitalisierung in der Pflege sowie der Frage, wie die Arbeit in der Pflege durch digitale Anwendungen verbessert werden kann.

Quelle: www.mastd.rlp.de

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