1. Uniklinik-Streik in NRW verlängert

Schon seit einigen Wochen sind Pflegekräfte in den Unikliniken in NRW im Streik. Vorige Woche hatten wir dazu informiert. Jetzt hat Alexander Jorde, ein bekannter Intensivkrankenpfleger aus NRW, etwas getwittert, das für Aufmerksamkeit sorgte. Er schreibt: „Wenn irgendwo 200 Querdenker durch die Gegend laufen, kommen sie in die Tagesschau, aber wenn seit Wochen alle 6 Unikliniken in NRW bestreikt werden scheint es niemanden zu interessieren. Ich sag’s nicht zum ersten Mal, aber der Journalismus in DE ist Mitschuld am #Pflegenotstand.“ Zustimmung gabs online viel. Auch der bekannte Arzt und Autor Eckart von Hirschhausen stimmte Alexander Jorde zu und schrieb auf Instagram: „Pflegenotstand ist jetzt.“ Offiziell sollen die Streiks noch bis morgen, den 26. Mai, andauern. Da Einigungen aber noch unklar sind, könnte auch noch weiter gestreikt werden. 

Quelle: www.aachener-zeitung.de
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2. Vorstellung der CAsHeW-Studie auf der PFLEGE PLUS in Stuttgart und auf dem Bremer Pflegekongress

Immer wieder setzen Krankenhäuser sogenannte „Klinik-Clowns“ ein, um Patient:innen im Bereich der mentalen Gesundheit zu stärken. Der positive Effekt wurde nun durch eine dreijährige Langzeitstudie bestätigt. Die sogenannte CAsHeW-Studie, das steht für Clownsinterventionen in Altenhilfeeinrichtungen - soziale Hilfeleistung unter Berücksichtigung emotionaler Wesensaspekte – hat nun über vier Jahre untersucht, wie sich Klinik-Clowns auf Patient:innen auswirken. Die Studie wurde vergangene Woche auf der Messe „Pflege Plus“ in Stuttgart und auf dem Bremer Pflegekongress vorgestellt. Im Juli erscheinen dann die ausführlichen Ergebnisse. 

Quelle: www.dachverband-clowns.de
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3. Märchen machen demente Menschen in Pflegeeinrichtungen aktiver

Passend dazu zeigt eine weitere Studie, dass regelmäßige Märchenstunden in Pflegeeinrichtungen die kognitiven Fähigkeiten demenzkranker Bewohnerinnen und Bewohner steigern. Die Märchenstunden wurden in Thüringen durchgeführt. Dabei seien die dementen Patientinnen und Patienten aktiver geworden, teilte das Gesundheitsministerium in Thüren zum Abschluss des Modellprojekts zur Verbesserung der Lebensqualität von demenzkranken Menschen in Pflegeheimen mit. Die Projektziele seien durchweg in der Erprobung erreicht worden. So seies auch deutlich seltener zu herausforderndem Verhalten gegenüber dem Pflegepersonal gekommen, hieß es. Daher werde die Präventionsmaßnahme «Es war einmal. Märchen und Demenz», an der sich insgesamt 25 Senioreneinrichtungen in Thüringen beteiligten, um ein weiteres Jahr verlängert.

Quelle: www.krankenkassen.de

4. Lauterbach für neue Vorgaben für mehr Pflegepersonal 

Entlastungsverträge in der Pflege – Diese gibt es bereits an der Charité und könnten bundesweit umgesetzt werden. Jedenfalls sagte das nun Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach beim Tag der Pflegenden in Berlin. Dabei ging Lauterbach auf die im Koalitionsvertrag angekündigte verbindliche Personalbemessung in Kliniken mit der sogenannten Pflegepersonalregelung 2.0 ein. Der neue Tarifvertrag sehe dann neue Personalschlüssel vor. 

Quelle: www.aerzteblatt.de

5. DKG zum PflegebonusgesetzEnttäuschendes Gesetz ohne Ambition – für die Pflege im Krankenhaus steht die Ampel auf Rot 

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft äußerte sich vor ein paar Tagen negativ gegenüber dem Gesetzentwurf zum Pflegebonusgesetz. Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, sagt: „Viele Pflegende im Krankenhaus werden vergeblich nach einer Prämie Ausschau halten. Wir hatten diese Kritikpunkte seit Wochen vorgebracht. So läuft die Politik Gefahr, dass aus der gut gemeinten Prämie vielfach Frustration entsteht.“ Neben dieser Minimallösung bei der Pflegeprämie würde das Gesetz mehr Rückschritt als Fortschritt für die Pflegenden im Krankenhaus enthalten. Von Aufbruchstimmung der Ampelkoalition sehe die DKG keine Spur. So würde sich der Minister seit seinem Amtsantritt beharrlich wehren, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einführung eines Pflegepersonalbemessungsinstruments auf den Weg zu bringen. Der Koalitionsvertrag scheint im Bundesgesundheitsministerium als unverbindliche Vorschlagsliste abgelegt worden zu sein, so die DKG. 

Quelle: www.dkgev.de

6. Bundesverfassungsgericht: Pflege-Impfpflicht ist rechtens

Die Pflege-Impfpflicht ist nun endgültig rechtens. Das höchste Gericht, das Bundesverfassungsgericht, hat nun nach intensiver Prüfung eine eindeutige Entscheidung verkündet. Das Gericht argumentierte, der Schutz vulnerabler Gruppen wiege verfassungsrechtlich schwerer als die Beeinträchtigung der Grundrechte für Mitarbeitende im Pflege- und Gesundheitsbereich. Zwar liege ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit vor. Dennoch bleibe alternativ nur, den Beruf nicht mehr auszuüben oder den Arbeitsplatz zu wechseln. Doch die Abwägung des Gesetzgebers, „dem Schutz vulnerabler Menschen den Vorrang vor einer in jeder Hinsicht freien Impfentscheidung“ zu geben, sei nicht zu beanstanden.

Quelle: www.krankenkassen.de

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