1. BMG: Ungeimpfte können vorerst weiterarbeiten

Ungeimpfte Pflegekräfte können vorerst auch nach dem 16. März in Heimen und Krankenhäusern weiterarbeiten. Zum 16. März sollte die einrichtungsbezogene Impfpflicht einsetzen, doch das Bundesministerium für Gesundheit bestätigte jetzt eine Verzögerung. Grund dafür ist, dass die Bundesregierung einräumt, die einrichtungsbezogene Impfpflicht aufgrund der Kontrollen nicht konsequent umsetzen zu können. Ein Sprecher des BMG sagte: „Bis das Gesundheitsamt die Entscheidung über ein Betretungs- bzw. Tätigkeitsverbot getroffen hat, dürfen die betroffenen Mitarbeitenden grundsätzlich weiterbeschäftigt werden. Kontrolliert und entschieden wird im Einzelfall. Dabei spielt natürlich der Aspekt eine Rolle, ob in einer Übergangszeit Personalengpässe in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen vermieden werden können“.

Quellen:

www.bibliomed-pflege.de

www.businessinsider.de

2. Der Mangel an Pflegefachpersonen in Kinderkliniken und weiteren Fachdisziplinen hat nichts mit der generalistischen Pflegeausbildung zu tun

Ärztinnen und Ärzte aus Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg fordern in einem Brief an die Berliner Gesundheitssenatorin Ulrike Gote und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Ausbildung zur Kinderkrankenpflege wieder einzuführen. Diese wurde abgeschafft und Auszubildende werden generalistisch, also in allen Bereichen der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege, ausgebildet. Grund für den Brief ist der Mangel von Pflegekräften auf Kinderstationen. Der Deutsche Pflegerat hat dazu Stellung bezogen und betont, dass die generalistische Pflegeausbildung nichts mit dem Mangel in Kinderkliniken zu tun hat. Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats sagt: „Benötigt wird in allen pflegerischen Settings mehr Personal. Deutlich verbessern müssen sich die Arbeitsbedingungen und Vergütung. Das ist der wesentliche Schlüssel für mehr Pflegepersonal.“ Außerdem sei es absurd die generalistische Ausbildung zwei Jahre nach Start in Frage zu stellen, obwohl noch gar keine Pflegekraft davon auf dem Arbeitsmarkt angekommen ist.

Quellen:

www.deutscher-pflegerat.de

www.bibliomed-pflege.de

3. Christine Vogler zur Pflegemanagerin 2022 gewählt

Und apropos Christine Vogler: Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats ist zur Pflegemanagerin 2022 gewählt worden. Den Preis hat der Bundesverband Pflegemanagement gemeinsam mit Springer Pflege ins Leben gerufen. Sie betonen neben der Arbeit beim Deutschen Pflegerat auch ihr Engagement als Geschäftsführerin des Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe. Auch von uns: Herzlichen Glückwunsch, Frau Vogler!

Quelle:

www.bildungscampus-berlin.de

4a. Bezahlung mindestens in Tarifhöhe – Richtlinien für die Langzeitpflege treten in Kraft

Kommen wir zum Thema Pflege und Löhne. Hier haben wir gleich zwei wissenswerte Nachrichten zusammengefasst:

Der GKV-Spitzenverband, also der Verband der gesetzlichen Krankenkassen, das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben gemeinsam bekanntgegeben, dass ab dem 1. September 2022 nur noch Pflegeeinrichtungen zur Versorgung zugelassen werden, die ihre Pflege- und Betreuungskräfte mindestens in Tarifhöhe bezahlen. Nur diese Einrichtungen, die mindestens nach Tarif bezahlen, können ab dem 01.09.2022 mit der Pflegeversicherung abrechnen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagt dazu: „Gute Pflege verdient gute Entlohnung. Dafür sorgen wir auch mit den veröffentlichten Richtlinien. Denn diese Richtlinien sind die Grundlage dafür, dass Pflege- und Betreuungskräfte in der Langzeitpflege ab dem 1. September 2022 regelhaft nach Tarif entlohnt werden. Für viele Pflege- und Betreuungskräfte ist das eine deutliche Verbesserung.“

Quelle:

www.gkv-spitzenverband.de

4b. Heil rechnet mit zeitnaher Empfehlung für höhere Löhne in der Pflege

Die zweite Nachricht zum Thema Pflege und Löhne:

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil rechnet zeitnah mit einer Empfehlung für höhere Mindestlöhne in der Pflege. Er sei zuversichtlich, dass die für die Festsetzung der Löhne zuständige Pflege-Mindestlohnkommission zeitnah eine Entscheidung dazu treffen werde. Diese Empfehlung wolle sein Ministerium dann gleich zum 1. Mai dieses Jahres umsetzen. Das Ministerium strebt einen Erlass der Verordnung an, die die weitere Erhöhung des Mindestlohns regelt. Zum 1. April tritt bereits ein höherer Mindestlohn für Pflegekräfte in Kraft. So steigt er beispielsweise für Pflegefachkräfte von 15 Euro auf 15,40 Euro pro Stunde. Für qualifizierte Pflegekräfte gibt es ab April eine Steigerung um 70 Cent, von 12,50 Euro auf 13,20 Euro pro Stunde. Die Pflege-Mindestlohnkommission arbeite derzeit intensiv an einer Empfehlung für eine weitere Steigerung.

Quelle:

www.krankenkassen.de

5. Praxisprojektbericht zum Expertenstandard "Entlassungsmanagement in der Pflege" erschienen

Der Praxisprojektbericht zum Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege ist ab sofort bei der Hochschule Osnabrück verfügbar und kann über das Online-Bestellformular angefordert werden. Den Link dazu finden Sie hier:

www.dnqp.de

Mehr von "passierte Kost" finden Sie hier www.passiertekost-podcast.de und überall, wo man Podcasts hören kann!