1. Novavax-Impfungen zugelassen: Der Impfstoff soll vor allem in der Pflege verimpft werden

Die Ständige Impfkommission spricht sich für den Corona-Proteinimpfstoff „Novavax“ aus. Er soll für Menschen ab 18 Jahren geeignet sein und vor allem an Pflegekräfte und Gesundheitspersonal verimpft werden, die aktuell noch ungeimpft sind. Die Stiko hofft, dass mit diesem Impfstoff Impflücken geschlossen werden können. So basiert der Impfstoff „Novavax“ auf einer anderen Technologie als den in Deutschland vorhandenen Corona Vakzinen von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson. In Deutschland könnte es Ende Februar oder Anfang März mit den Novavax-Impfungen losgehen. Das Bundesgesundheitsministerium erwartet die erste Lieferung von 1,4 Millionen Dosen in der Woche ab dem 21. Februar.

Für Beschäftigte in der Pflege und in Kliniken greift ab Mitte März die Impfpflicht. Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder hatten sich dafür ausgesprochen, den Impfstoff von Novavax prioritär an bisher nicht geimpfte Beschäftigte in den betroffenen Einrichtungen zu verimpfen, hieß es in einem Beschluss der Ministerinnen und Minister vom 22. Januar. Es handelt sich hierbei noch nicht um die endgültige Stiko-Empfehlung. Dazu läuft nun noch ein Abstimmungsverfahren mit Fachgesellschaften und Ländern. Änderungen seien noch möglich, meldet die Stiko.

Quelle:

www.aok-bv.de

2. Pflegepersonaluntergrenzenverordnung (PpUGV) – Der Deutsche Hebammenverband und der VPU e.V. fordern vollumfängliche Anrechnung auf PpUGV analog Pflegefachkräften!


Wie bereits im November berichtet, werden Hebammen bei den Pflege-Personaluntergrenzen in Krankenhäusern nicht ausreichend berücksichtigt. Der Deutsche Hebammenverband und der Verband der Pflegedirektorinnen und -direktoren fordert eine vollumfängliche Anrechnung von Hebammen analog zu Pflegefachkräften. Deshalb haben die beiden Verbände jetzt noch einmal einen offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sowie der neuen Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Claudia Moll, versendet. Sie schreiben in dem Brief: „Die Vorgaben sind sowohl von Seiten der angestrebten Versorgungsqualität wie auch der langjährigen bewährten interprofessionellen Arbeit von Hebammen und Pflegenden in diesen Bereichen zu hinterfragen.“

Quelle:

www.vpuonline.de

3. Niedersächsischer Pflegerat wählt Vera Lux zur Vorsitzenden

Der niedersächsische Pflegerat hat sich neu aufgestellt. Als neue Vorsitzende wurde Vera Lux gewählt. Ihre Stellvertretungen sind Prof. Dr. Nina Fleischmann und Benjamin Schiller. Lux vertritt den Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschland e.V.. Die examinierte Kinderkrankenschwester, ausgebildete Pflegedienstleiterin und Betriebswirtin war von 2010 bis 2019 Vorstandsmitglied und Pflegedirektorin der Uniklinik Köln.

Quelle:

www.kma-online.de

4. Aktuelle Erhebung zeigt: Nur etwa jede dritte Pflegeeinrichtung in NRW zahlt nach Tarif

Eine aktuelle Erhebung der AOK Krankenkasse zeigt, dass nur etwa jede dritte Pflegeeinrichtung nach Tarif bezahlt. Laut der Erhebung liegt der durchschnittliche Stundenlohn über alle Beschäftigtengruppen bundesweit bei 18,95 Euro. Es zeigen sich jedoch deutliche Lohnunterschiede zwischen Ost und West: Während die durchschnittliche Entlohnung im Osten bei 17,98 Euro pro Stunde liegt, sind es im Westen 20,19 Euro. 70 Prozent der Einrichtungen, die aktuell bereits tariflich zahlen, unterliegen kirchlichen Arbeitsrechtsregelungen, die restlichen 30 Prozent sind an Haus- oder Flächentarifverträge gebunden. Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes sagt dazu: „Hier gibt es also noch viel Luft nach oben. Es ist gut, dass mit der Erhebung der Pflegekassen erstmals bundesweite Transparenz über den Anteil, der bereits nach Tarif zahlenden Einrichtungen und über die Höhe der dort gezahlten Löhne geschaffen wird.“ Zur Erinnerung: Ab Herbst soll die Tarifpflicht für Altenheime und Pflegedienste greifen.

Quelle:

www.aok.de

5. Unzufriedenheit in der Pflege betrifft alle

Sieben von zehn Pflegekräften überlegen, aus ihrem Job auszusteigen. Das ist ein aktuelles Ergebnis einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Pflegekammer Rheinland-Pfalz. Befragt wurden ausschließlich Pflegekräfte in Rheinland-Pfalz. Professorin Brigitte Anderl-Doliwa, Vorständin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz ordnet die Ergebnisse ein: „Die Umfrageergebnisse zeigen ganz eindeutig, dass die Pflege in einem besorgniserregenden Zustand ist und somit die Sorgen und Ängste der Pflegefachpersonen begründet sind. Die Unzufriedenheit in der beruflichen Pflege wächst. Oft muss sich die Berufsgruppe anhören, dass dies leere Behauptungen seien. Nun haben wir konkrete Zahlen, die genau das belegen.“
Sie schlägt direkt Lösungen vor: „Wir fordern als Sofortmaßnahme von politischer Seite einen Steuerfreibetrag von mindestens 1.000 Euro pro Monat, damit wenigstens mehr Netto vom Brutto verbleibt. Personen, bei denen der Steuerfreibetrag nicht greift, sollten entsprechende staatliche Zulagen erhalten, damit hier keine Benachteiligung entsteht.“

Quelle:

www.pflegekammer-rlp.de

6. Veranstaltungshinweis DGF Stammtisch

Es folgt ein Veranstaltungshinweis. Die Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. veranstaltet regelmäßig online-Stammtische. Das nächste Meeting findet am 22.02.22 von 19:30 bis 21:00 Uhr unter dem Motto: „One Minute Wonder.“ statt. Den Link zur Veranstaltungsübersicht findet Sie untenstehend:

www.dgf-online.de