1. Große MEDWING Umfrage: 61 Prozent des ungeimpften Pflegepersonals wollen sich trotz Impfpflicht nicht impfen lassen

Seit dem 15.03. gilt die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Gesundheitsberufen bundesweit. Für die Umsetzung der Impfpflicht im Pflegebereich fehlen jedoch Zeit und personelle Ressourcen der Gesundheitsämter, Pflegeeinrichtungen und Kommunen. Immer mehr Bundesländer verlängern daher diese Frist bis zum 15. Juni 2022. Das Jobportal Medwing hat in einer Umfrage jetzt herausgefunden, dass 61 Prozent des ungeimpften Pflegepersonals sich auch trotz Impfpflicht nicht impfen lassen wollen. 20 Prozent der ungeimpften Pflegekräfte will sich demnächst impfen lassen, 18 Prozent sind noch unentschlossen.

Mögliche Gründe sind: 56 Prozent gaben an, dass sie Angst vor Impfnebenwirkungen haben.69 Prozent fehlt der Glaube an die Schutzimpfung. Die Hälfte derjenigen, die demnächst eine Impfung planen, gab an, dies aus Angst vor einer Corona-Erkrankung zu tun. Ein Viertel von ihnen nannte außerdem die baldige Impfpflicht als Grund. 42 Prozent der Befragten sind für die Impfpflicht, 40 Prozent dagegen und die restlichen 20 Prozent enthielten sich. Die BefürworterInnen unterstützen den Eigen- und Fremdschutz gegenüber den PatientInnen, dicht gefolgt von dem Wunsch, die Pandemie so schnell wie möglich zu beenden. Als Grund für die Gegenstimmen gab die Mehrheit das Recht auf freie Selbstbestimmung an, welches sie durch die Impfpflicht gefährdet sehen. Zudem sahen viele die Schutzwirkung als nicht erwiesen an und befürchten einen drohenden Personalengpass.

Quelle: www.presseportal.de

2. Kabinett beschließt Verträge für Impfstoffversorgung im Pandemiefall

Sollte es nochmal zu einem Pandemie-Ausnahmezustand kommen, sei die Bundesregierung in Sachen Impfstoffverteilung nun besser aufgestellt, heißt es aus dem Bundeskabinett. Die Regierung hat beschlossen, mit fünf Unternehmen Verträge zur Bereitstellung von Corona-Impfstoffen für die kommenden Jahre bis 2029 abzuschließen, darunter auch BionTech.

Es heißt, dass die Verträge der Bundesregierung im Falle des Andauerns der Covid-19 Pandemie oder einer neuen Pandemie den Zugriff auf Produktionskapazitäten der Unternehmen gewähren und so Vorsorge für den Fall einer erneuten Engpasssituation treffen. Neben der Bereithaltung von Produktionskapazitäten umfassen die Verträge auch Vereinbarungen zur Herstellung und Lieferung von Impfstoffen an die Bundesregierung. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagt dazu: „Pandemiebekämpfung funktioniert am besten mit entschlossenem Handeln, weitsichtiger Planung und ausreichend Ressourcen. Dieser Einsicht aus den letzten zwei Jahren folgen die heute beschlossenen Verträge. So stellen wir sicher, dass künftig schnell die Bevölkerung mit Impfstoff versorgt werden kann.“

Quelle: www.bundesgesundheitsministerium.de

3. Meurer zu Energiepreisen: „Verbände lassen sich nicht aus dem Homeoffice wechseln“

Die aktuelle Preisentwicklung bei Benzin und Dieselkraftstoffen ist für viele Menschen besorgniserregend. So auch bei den ambulanten Pflegediensten. Da diese zur Ausübung der Pflege auf ein Auto angewiesen sind, sind die gestiegenen Kosten deutlich spürbar. Deshalb fordert der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. eine vorübergehende Entlastung der Pflegeunternehmen durch eine Mehrwertsteuererstattung bei den Energiekosten. Der bpa-Präsident Bernd Meurer sagt: „Ambulante Pflegedienste müssen gerade im ländlichen Raum täglich weite Strecken fahren, um ihre Patient:innen zu versorgen.“ Er betont, dass durch eine Mehrwertsteuererstattung die pflegerische Versorgung weiter gesichert werden kann, ohne die Pflegebedürftigen einseitig zu belasten. Deshalb sei der bpa in intensiver Abstimmung mit weiteren Verbänden ähnlich betroffener Branchen, um die Bundesregierung von der Notwendigkeit schneller Maßnahmen zu überzeugen. Der bpa fordert die Möglichkeit für Pflegeunternehmen, in schnelle Nachverhandlungen mit den Kostenträgern zu treten, damit die unerwartet hohen zusätzlichen Kosten in den Vergütungsvereinbarungen berücksichtigt werden.“

Quelle: www.bpa.de

4. Neue Studie zeigt hohe Unzufriedenheit bei philippinischen Pflegefachkräften in Deutschland

Deutschland ist auf ausländische Pflegekräfte angewiesen. Dabei wird Deutschland auch durch eine Menge philippinische Pflegekräfte unterstützt. Eine aktuelle Befragung unter den philippinischen Pflegekräften ergab jetzt, dass nur 17 Prozent der hier arbeitenden Menschen aus den Philippinen befreundeten KollegIinnen ihren aktuellen Job empfehlen würden. Mehr als die Hälfte der Befragten fühlen sich nicht willkommen. 64 Prozent empfinden sich in ihren fachlichen Qualifikationen abgewertet. Grace Lugert-Jose, die die Studie durchgeführt hat, sagt: "Die Ergebnisse der Studie zeigen erhebliche Schwachpunkte der bisherigen Integrationsbemühungen in Deutschland auf. Vor allem wenn man die Zufriedenheit der philippinischen Pflegefachkräfte hierzulande mit der in anderen Ländern vergleicht. In Großbritannien sind 71 Prozent der philippinischen Pflegefachkräfte zufrieden. Hohe Zufriedenheitswerte gibt es auch in den USA. Auch in anderen EU-Ländern wie Finnland scheint die Zufriedenheit höher zu liegen.“ Die interkulturelle Beraterin und Trainerin empfiehlt: „Wenn die Fachkräftegewinnung aus dem Ausland nachhaltige Ergebnisse bringen soll, bestehe auf jeden Fall dringender Handlungsbedarf.“

Quelle: www.gracelugert.com

Quelle: www.presseportal.de

5. Deutscher Pflegerat beruft Expert*innenrat Pflegewissenschaft / Hebammenwissenschaft und Pandemie ein

Der Deutsche Pflegerat hat einen ExpertInnenrat für Pflegewissenschaft und Hebammenwissenschaft speziell für die Pandemie einberufen. Ziel des ExpertInnenrats sei es, eine bessere gesundheitliche Versorgung zu sichern, Qualität einzufordern und eine Allianz in der Bevölkerung für die pflegerische Versorgung zu bilden. Genutzt, gebündelt und sichtbar gemacht werden soll das Wissen, welches bereits im Rahmen der Pandemie in der Pflege geschaffen wurde. Darüber hinaus sei es wichtig, Forschungsschwerpunkte der Pflege zu identifizieren und Schritte einzufordern, die es ermöglichen, die bestehenden Forschungslücken baldmöglichst zu schließen. Dies sei insbesondere wichtig, um pflegebedürftige, kranke und vulnerable Personen auch weiterhin schützen zu können. Den Grund für den neuen ExpertInnen Rat zeigt die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, auf: „Während der Corona-Pandemie wurde die pflegewissenschaftliche Expertise in den Beiräten und Expertenräten auf der Bundesebene kaum eingebunden. Nun hat der Deutsche Pflegerat die Initiative ergriffen und einen Expert:innenrat Pflegewissenschaft und Hebammenwissenschaft in der Pandemie einberufen.“

www.deutscher-pflegerat.de

Mehr von passierte Kost finden Sie hier www.passiertekost-podcast.de und überall, wo man Podcasts hören kann!